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Da ich seit fast 25 Jahren großer Fan der schwedischen Viking-Death-Metaller von Amon Amarth bin, hat es mich enorm gefreut, für 'Grimfrost', das 'Viking-Lifestyle-Label' von Amon Amarth-Frontmann Johan Hegg für den ersten Blog-Beitrag einer neuen Serie angefragt worden zu sein. Zur Feier des 10-jährigen Bestehens von 'Grimfrost' erscheint in diesem Jahr jeden Monat ein Blogbeitrag eines Archäologen zu verschiedenen Themen rund um die skandinavische Wikingerzeit. Ich durfte dieses tolle Projekt nun im Januar mit einem englischen Beitrag zu "Tattoos and Teeth Modification in Viking Age Scandinavia" eröffnen und bin sehr gespannt auf die noch folgenden Beiträge.

Der aktuelle Podcast 'Eine Stunde History' von Deutschlandfunk Nova beschäftigt sich mit den Glaubensvorstellungen der Wikingerzeit, den faszinierenden mythologischen Überlieferungen der berühmten Edda und der archäologischen Perspektive auf Kulthandlungen, mythologischen Vorstellungen und eine "Religion" der Wikingerzeit. Neben dem Allvater der Forschung zu germanischen Mythologie, Prof. Dr. Dr. Rudolf Simek, und Prof. Dr. Kathrin Chlench-Priber von der Universität Bonn darf ich über die archäologische Sichtweise auf dieses spannende Feld sprechen.

Die Wikinger haben in unserer heutigen Zeit ein Eigenleben entwickelt und Einzug in die Popkultur gehalten. Auch nach 1000 Jahren hat die Wikingerzeit für uns heute noch immer eine enorme Anziehungskraft und scheint aktueller zu sein denn je. Der Frage, worin diese Faszination an der Wikingerzeit liegt, hat sich im Sommer der Autor Peter Schranz gewidmet und eine Reihe von Interviews mit Fans und Fachleuten geführt. Herausgekommen ist ein sehr interessanter Beitrag, der heute Abend im NDR zu hören ist und auf der Website des NDR >hier< gehört werden kann.

Bei der Netlix-Woche ist ein Interview mit mir zu 'Vikings' und 'Vikings: Valhalla', zu historisch korrekten Wikingerdarstellungen und dem gegenwärtigen Sexappeal der Nordmänner, erschienen. Ich bin bekanntermaßen kein großer Freund dieser beiden Serien, da sie ein wenig korrektes Wikingerbild vermitteln. Aber ich sehe in meiner Arbeit im Museum tagtäglich, wie groß das Bedürfnis der Menschen heutzutage nach diesem 'Sehnsuchtsort Wikingerzeit' ist, dass wir offensichtlich als moderne Gesellschaft diese Vorstellung einer archaisch-wilden Vergangenheit brauchen. Und natürlich freue ich mich über das hohe Interesse an der Wikingerzeit. Daher kann ich dem gegenwärtigen Wikinger-Hype auch durchaus viel Positives abgewinnen und freue mich, mit Netflix ein offenes und kritisch-faires Gespräch über die Trend-Wikinger der Moderne und die 'echten' Wikinger der Vergangenheit geführt zu haben.

Im Rahmen einer neuen Doku-Serie mit dem Namen 'Tatort Mittelalter' widmet sich eine Folge auch Fällen von heute schockierender Gewalt. Darin wird auch das wikingerzeitliche Massengrab aus dem englischen Weymouth thematisiert, zu dem ich als Interviewpartner meine Einschätzung abgeben darf. Die Folge kann >hier< in der Mediathek des ZDF abgerufen werden (ab Minute 30:40).

Letzte Woche war Benedikt Stubendorff vom NDR bei uns in Haithabu zu Gast und hat einen kleinen Ausflug mit mir zu den Wikinger Häusern unternommen. Auf dem Weg haben wir uns sehr nett über Haithabu und die Wikingerzeit unterhalten. Das durchaus unterhaltsame Gespräch ist nun als neue Folge des NDR-Podcasts "Kunst mich mal" online zu hören.

Für das österreichische Magazin 'DerStandard' bin ich gebeten worden, mir einmal ein paar Folgen des neuen 'Vikings'-Spin off 'Vikings: Valhalla' bei Netflix anzuschauen. Daraus ist ein Podcast geworden, den man sich >hier< in voller Länge anhören kann. Eine etwas gekürzte Version ist als schriftliches Interview >hier< sowie in der aktuellen Ausgabe von 'DerStandard' nachlesbar.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift GEO findet sich eine lange Titelgeschichte zur gesellschaftlichen Stellung der Frauen in der Wikingerzeit, die ich als Fachberater und gemeinsam mit einer Reihe nahmhafter Kollegen auch als Interviewparter begleiten durfte. In der Reportage werden, eingerahmt von der Geschichte der historischen Protagonisten Guðríðr Þorbjarnardóttir, verschiedene Bereiche intensiv und auch kontrovers diskutiert, wie bspw. die Rolle von Frauen in der Textilproduktion, in Kampf und Krieg oder in Magie und Religion.