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Auch in der aktuellen Archäologie in Deutschland (02/2019) findet sich ein neuer Artikel von mir, zu einem meiner Lieblingsthemen der letzten Zeit, der Rolle der Katzen in der skandinavischen Wikingerzeit. Der Artikel ist eine kurze, populärwissenschaftliche Vorschau auf ein größeres Forschungsprojekt, das die Funktion und Symbolik der Katze in der Wikingerzeit auf Grundlage der archäologischen Funde neu betrachtet, losgelöst von den späteren mythologischen Quellen.

Im Newsletter der Universität Tübingen ist heute ein Bericht über meine Forschungen zu den artifiziellen Schädeldeformationen in der skandinavischen Wikingerzeit veröffentlicht worden.

Eine neue Studie eines Forscherteams der Universität Reykjavík auf Island hat mittels aDNA-Analysen an Pferden in wikingerzeitlichen Bestattungen aufzeigen können, dass der absolute Großteil der mit ins Grab gegebenen Pferde männlich war. So interessant dieses Ergebnis ist, so problematisch ist doch die daraus gezogene gerade so populäre Schlussfolgerung, die Hengste wären als Männlichkeitssymbol ob ihrer Virilität mit ins Grab gelangt. Ebenso muss die These diskutiert werden, dass in einer so dermaßen auf das Pferd fokussierten Gesellschaft wie in der isländischen Wikingerzeit, die Hengste möglicherweise einfach viel entbehrlicher waren, als die Stuten, die zur Nachzucht benötigt wurden.

In der NZZ ist ein spannender Bericht über den Mythos Wikinger und das moderne Nachleben der Wikingerzeit erschienen, mit einem Interview mit meiner Kollegin Dr. Katharina Nordström.

Der Begleitband zur Ausstellung 'Europa in Bewegung. Lebenswelten im frühen Mittelalter' im Landesmuseum Bonn enthält neben einer Reihe spannender Artikel auch zwei Beiträge von mir, zum einen zur skandinavischen Wikingerzeit und der Kiewer Rus, zum anderen zu Ibn Fadlan und seiner einzigartigen Reisebeschreibung. Die beiden Artikel sind zuvor bereits in der englischen Ausgabe des Begleitbandes erschienen.

In der neuen Ausgabe der 'Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters' ist ein Artikel von mir zu  Burial Archaeology und dem Konzept von Embodiment veröffentlicht worden.

Schon seit einigen Jahren wird die klassische Datierung der ersten Besiedlung Islands durch Norweger gegen Ende des 9. Jh. immer wieder diskutiert. Als Beginn der nordischen Landnahme gilt üblicherweise das Jahr 874, aber es mehren sich die Hinweise, dass bereits im Laufe des 8. Jh. eine erste Besiedlung der Insel stattfand. Neben einer Reihe von wenig ernstzunehmenden Argumenten, wie Funde von römischen Münzen des 3. Jh., sind es besonders Siedlungsreste, die stratigraphisch unter der sogenannten 'settlement layer' liegen, welche die klassische Geschichte in Frage stellen. Bei dieser 'settlement layer' handelt es sich um die Ascheschichten eines Vulkanausbruches aus den frühen 870er-Jahren und damit vor der 'offiziellen' Besiedlung Islands. Siedlungsreste unter dieser Schicht müssen zwangsläufig vor dem Vulkanausbruch und damit vor der offiziellen Landnahme angelegt worden sein. Im Osten Islands sind nun weitere Siedlungsreste unter der 'settlement layer' entdeckt worden, die zudem über die Radiokarbonmethode (14C) auf den Beginn des 9. Jh. datiert werden konnten und damit nahelegen, dass Island bereits früher als bisher angenommen besiedelt wurde.

In der neuen Ausgabe der 'META. Historiskarkeologisk tidskrift' ist ein Artikel von mir zu Bestattungen in Bauchlage in der skandinavischen Eisenzeit erschienen, in dem ich diese Bestattungssitte aus einem diachronen Blickwinkel analysiere und das Konzept der 'deviant burials' dekonstruieren möchte. Der Artikel ist hier online abrufbar.

In der ersten Ausgabe der Archäologie in Deutschland 2018 findet sich ein Artikel von mir zu der aktuell in der Forschung wie auch in der interessierten Öffentlichkeit heiß diskutierten Frage nach dem möglichen wissenschaftlichen Nachweis einer 'Wikinger-Kriegerin'.

Ich habe für die aktuelle Ausgabe des 'Journal of Northern Studies' eine Rezension zu dem absolut lesenswerten Tagungsband von Matthias Egeler geschrieben, der 2016 unter dem Titel "Germanische Kultorte. Vergleichende, historische und rezeptionsgeschichliche Zugänge" veröffentlicht wurde und eine Reihe von spannenden Artikeln zur Fragestellung rund um Kultorte enthält. Die Rezension ist hier online abrufbar.